Gesundheit und Impfungen in Seychellen
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen |
|---|---|
| Gelbfieber |
2 |
| Dengue-Fieber |
1 |
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y |
4 |
| Tollwut |
5 |
| Hepatitis A und B |
3 |
Die medizinische Versorgung auf den Seychellen konzentriert sich primär auf die Hauptinsel Mahé. Das Hauptkrankenhaus des Landes, das Seychelles Hospital in Victoria, bietet eine medizinische Notfall- und Spezialversorgung. Auf Praslin und La Digue stehen kleinere Krankenhäuser und Gesundheitszentren zur Verfügung, während die medizinische Infrastruktur auf den abgelegeneren Inseln sehr begrenzt ist. Bei schweren oder komplexen Krankheitsfällen kann eine Evakuierung nach Mahé oder ins Ausland erforderlich sein. Besucher erhalten in öffentlichen Einrichtungen eine ambulante Grundversorgung gegen Gebühr. Da Behandlungen und private medizinische Dienstleistungen kostenintensiv sein können, wird der Abschluss einer umfassenden Reisekranken- und Reiserückholversicherung dringend empfohlen – insbesondere für Aufenthalte auf entlegenen Inseln oder für Aktivitäten wie Tauchen.
Apotheken sind auf Mahé sowie auf den Hauptinseln vorhanden. Personen, die regelmäßig auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollten einen ausreichenden Vorrat in der Originalverpackung zusammen mit einer Kopie des ärztlichen Rezepts im Reisegepäck mitführen.
Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen sollte stets auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene geachtet werden. Das Leitungswasser auf Mahé und Praslin ist aufbereitet, im Allgemeinen gechlort und trinkbar, jedoch können Geschmack und Mineralstoffgehalt ungewohnt sein und während der Akklimatisierung zu leichten Magenverstimmungen führen. Für die ersten Wochen sowie bei Aufenthalten auf kleineren Inseln oder Unterkünften mit privaten Wassertanks wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass der Verschluss unbeschädigt ist. Pasteurisiertes Milchpulver, Milchprodukte sowie einheimisches Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse gelten bei normaler Hygiene als unbedenklich.
Die Hygienestandards in etablierten Hotels und Restaurants sind durchwegs hoch. Dennoch empfiehlt es sich, bei Lebensmitteln, die längere Zeit ungekühlt standen, vorsichtig zu sein sowie Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch nur gut durchgegarte zu verzehren. Eine Cholera-Impfbescheinigung ist keine Einreisebedingung, und das Infektionsrisiko ist sehr gering; bei Unsicherheiten bezüglich des persönlichen Gesundheitsschutzes empfiehlt sich eine rechtzeitige ärztliche Beratung vor Reiseantritt.
Auf den Seychellen kommen durch Mücken übertragene Viruserkrankungen wie Dengue-Fieber und Chikungunya vor. Ein Malariarisiko besteht nicht. Dennoch sollten Reisende konsequente Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche treffen, etwa durch die Nutzung wirksamer Insektenabwehrmittel, das Tragen hautbedeckender Kleidung sowie den Aufenthalt in klimatisierten oder mit Fliegengittern geschützten Räumen. Für Chikungunya steht mittlerweile ein Impfstoff zur Verfügung, eine allgemeine Impfempfehlung der STIKO liegt bisher jedoch nicht vor. Zudem sollte der vom Robert-Koch-Institut empfohlene Standardimpfschutz für Kinder und Erwachsene vor der Reise überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Ungeschützte Sexualkontakte sowie unsachgemäße medizinische Eingriffe bergen zudem Risiken bezüglich einer Übertragung von HIV/AIDS.
Starke Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen im tropischen Klima können rasch zu Sonnenbrand, Dehydrierung oder Hitzeschlag führen. Ein hoher Lichtschutzfaktor, schützende Kopfbedeckung und ausreichendes Trinken sind zwingend erforderlich – insbesondere bei Wanderungen sowie längeren Aufenthalten am Strand oder auf dem Wasser. Auch die Meeresbedingungen können sich schnell ändern; an einigen Stränden herrschen vor allem während des Südostpassats starke Strömungen. Da nicht alle Küstenabschnitte von Rettungsschwimmern bewacht werden, sollten örtliche Warnungen beachtet werden. Korallen, Seeigel und andere Meeresbewohner können Schnitt- und Stichverletzungen verursachen, weshalb Badeschuhe im Riffbereich ratsam sind. Um einer Ciguatera-Vergiftung vorzubeugen, sollte zudem auf den Verzehr großer Raubfische aus Riffregionen verzichtet werden, sofern vor Ort davon abgeraten wird.
