Geschäftsleben & Kommunikationsmittel
Geschäftsleben & Kommunikationsmittel
Spanischkenntnisse sind erforderlich. Termine sollten im Voraus vereinbart und bestätigt werden. Pünktlichkeit wird von Besuchern erwartet. Visitenkarten sind üblich.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Handelsabteilung der Botschaft der Republik Peru
Mohrenstraße 42, D-10117 Berlin
Tel: (030) 206 41 03.
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch
Cámara de Comercio de Lima (Handelskammer)
Av. Giuseppe Garibaldi Nº 396, Jesús María, PE-Lima 11
Tel: (01) 463 34 34.
Internet: www.camaralima.org.pe
Kommunikationsmittel in Peru
Die Mobilfunkabdeckung in Peru ist in den städtischen Zentren, entlang der Küste und auf den Hauptverkehrsachsen sehr gut ausgebaut. In Großstädten steht in der Regel schnelles 4G/4G+ und in Teilen von Lima bereits 5G zur Verfügung.
Mobilfunkbetreiber & PrePaid-SIM-Karten:
- Hauptanbieter: Die führenden Netzbetreiber im Land sind Claro Perú, Movistar Perú, Entel Perú und Bitel. Claro und Movistar verfügen in der Regel über die flächendeckendste Abdeckung im Hochland und im Hinterland.
- Erwerb & Registrierung: PrePaid-SIM-Karten (Chips Prepago) sind an den internationalen Flughäfen (z. B. Lima), in offiziellen Filialen der Betreiber sowie in autorisierten Geschäften erhältlich. Für die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung der SIM-Karte ist das **Vorlegen des Original-Reisepasses** zwingend erforderlich. Auch die Nutzung von eSIMs ist vorab online oder vor Ort möglich.
- Guthaben aufladen (Recargas): PrePaid-Datenpakete sind preiswert und lassen sich in fast allen Supermärkten, Apotheken (z. B. Inkafarma, Mifarma), Kiosken (Bodeags) und Tankstellen problemlos auffüllen.
Netzabdeckung in abgelegenen Regionen & Dschungel-Lodges:
- Anden & Trekkingrouten: In abgelegenen Hochlandregionen, auf Gebirgsstraßen sowie auf Mehrtages-Trekkingrouten (wie Teilen des Inka-Trails oder der Cordillera Blanca) ist der Empfang stark eingeschränkt oder nicht vorhanden. Auch direkt auf dem Areal von Machu Picchu schwankt das Signal stadt- und geländeabhängig. Für Notfälle nutzen professionelle Trekking-Guides auf abgelegenen Routen Satelliten-Kommunikationsgeräte.
- Amazonasbecken: Außerhalb der größeren Fluss-Städte (wie Iquitos oder Puerto Maldonado) bricht das Mobilfunknetz im Dschungel schnell ab. Viele Abenteuer- und Natur-Lodges betreiben Stromgeneratoren oder Solaranlagen nur zu bestimmten Tageszeiten und bieten bewusst keinen oder nur sehr eingeschränkten Mobilfunk- und WLAN-Empfang an.
Der Zugang zum Internet über WLAN (Wi-Fi) ist in den touristischen Regionen und städtischen Zentren Perus weit verbreitet und für Reisende problemlos nutzbar.
Verfügbarkeit & Verbindungsqualität nach Regionen:
- Lima & Küstenstädte: In den Hauptbezirken Miraflores, San Isidro und Barranco sowie in den meisten Hotels, Hostels, Restaurants und Cafés steht schnelles, meist kostenloses WLAN zur Verfügung. Die Bandbreite ist in der Regel stabil und eignet sich gut für Videocalls, Streaming und digitales Arbeiten. Zudem bieten viele Stadtverwaltungen kostenlose öffentliche WLAN-Hotspots auf zentralen Plätzen (Plazas de Armas) an.
- Cusco & Heiliges Tal: Im historischen Zentrum von Cusco und in den Orten des Heiligen Tals bieten fast alle Unterkünfte und zahlreichen Gastronomiebetriebe freien Internetzugang. Direkt auf dem Areal der Inka-Stätte Machu Picchu ist der Empfang aufgrund der tiefen Kessellage im Nebelwald jedoch extrem stark eingeschränkt oder gar nicht vorhanden.
- Ländliche Regionen & Regenwald: In kleineren Ortschaften im Andenhochland beschränkt sich der Festnetz-Internetzugang oft auf einfache Internetcafés (Cabinas de Internet) oder einfache Gemeindeanschlüsse. In Dschungel-Lodges im Amazonasbecken wird der Internetzugang häufig bewusst minimiert oder gar nicht angeboten.
Tipp für unterwegs: Wer während Rundreisen und auf Überlandstrecken auf eine durchgehende Verbindung angewiesen ist, fährt mit einer lokalen PrePaid-SIM-Karte inklusive Datenpaket am zuverlässigsten.
Post nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs. Außerhalb Limas ist die Post weniger zuverlässig. Öffnungszeiten des Hauptpostamtes in Lima: Mo-Sa 08.00-18.00 Uhr sowie So 08.00-12.00 Uhr.
Peru verfügt über eine sehr vielfältige, lebendige und dynamische Medienlandschaft, die sich aus nationalen sowie regionalen Tageszeitungen, privaten und öffentlichen Fernsehsendern, einem dichten Radionetz sowie stark genutzten digitalen Nachrichtenportalen zusammensetzt.
Printmedien & Tageszeitungen:
- Tageszeitungen: Zu den einflussreichsten und auflagenstärksten qualitativen Tageszeitungen des Landes gehören El Comercio (eine der ältesten Zeitungen Südamerikas) und La República. Daneben prägen auflagenstarke Boulevardzeitungen das Straßenbild – allen voran Trome, die zu den meistgelesenen Zeitungen Lateinamerikas zählt. Für Wirtschaftsnachrichten ist die Tageszeitung Gestión führend.
- Internationale Presse: Internationale Magazin- und Zeitungsausgaben sind in der Regel nur in spezialisierten Buchhandlungen oder an den internationalen Flughäfen verfügbar.
Rundfunk, Fernsehen & Digitale Medien:
- Fernsehen: Die Fernsehlandschaft wird von kommerziellen Sendern wie América Televisión, Latina Televisión und ATV beherrscht. Der Nachrichtensender Canal N (Pay-TV) gilt als führend in der laufenden Berichterstattung. Für Kultur- und Bildungsprogramme steht der staatliche Sender TV Perú. In den meisten gehobenen Hotels sind internationale Nachrichtensender (wie CNN, BBC World, Deutsche Welle) über Kabel- oder Satellitenfernsehen zu empfangen.
- Hörfunk (Radio): Radio ist insbesondere in den ländlichen Regionen der Anden und des Amazonasbeckens das wichtigste Informationsmedium im Alltag. Führend ist das Netz RPP (Radio Programas del Perú). Neben Spanisch wird im Hochland und Dschungel auf zahlreichen Lokalstationen auch in indigenen Sprachen wie **Quechua** und **Aymara** gesendet.
- Digitalmedien & Soziale Netzwerke: In städtischen Gebieten beziehen viele Peruaner ihre Nachrichten primär über Smartphones, soziale Netzwerke und digitale Nachrichtenportale (wie El Búho, IDL-Reporteros oder Epicentro TV).
Pressefreiheit: Die Verfassung garantiert grundsätzlich die Presse- und Meinungsfreiheit in Peru. Die Medienlandschaft agiert kritisch und debattenfreudig, wenngleich Journalismusorganisationen vereinzelt auf wirtschaftliche Konzentrationstendenzen und politischen Einfluss auf Redaktionen hinweisen.
