Geld & Zollfreies Einkaufen in Peru
Wechselkurse:
New Sol€1 = S/.3.57
Geld & Währung
Die offizielle Landeswährung Perus ist der Sol (Plural: Soles; Wäährungskürzel: S/; ISO-Code: PEN). Ein Sol ist unterteilt in 100 Céntimos.
Denominationen (Stückelung) im Umlauf:
- Banknoten: Werden in den Werten **10, 20, 50, 100 und 200 Soles** ausgegeben. Sicherheitshinweis: Scheine im Wert von 100 und 200 Soles werden von kleinen Händlern, Taxifahrern und auf Märkten wegen Falschgeldangst und fehlendem Wechselgeld oft abgelehnt. Führen Sie für den Alltag vor allem 10-, 20- und 50-Soles-Scheine mit.
- Münzen: Werden im Wert von **1, 2 und 5 Soles** sowie **10, 20 und 50 Céntimos** genutzt. (Die früheren Münzen zu 1 und 5 Céntimos wurden von der Zentralbank aus dem Verkehr gezogen; Rechnungsbeträge bei Barzahlung werden im Supermarkt in der Regel zugunsten des Käufers auf die nächsten 10 Céntimos gerundet).
Nutzung von US-Dollar & Euro in Peru:
- US-Dollar (USD): Wird in touristischen Zentren, gehobenen Hotels, Reiseagenturen, Mietwagenstationen und für Fernbus- oder Flugtickets weitgehend als paralleles Zahlungsmittel akzeptiert. In einfachen Geschäften, auf Märkten und bei Taxifahrten muss jedoch ausnahmslos in Soles bezahlt werden. Wichtig: US-Dollar-Scheine werden nur angenommen, wenn sie **völlig unbeschädigt** sind (keine Risse, Knicke, Stempel oder Beschriftungen).
- Euro (EUR): Kann in Großstädtischen Wechselstuben (Casas de Cambio) problemlos in Soles umgetauscht werden, dient im Alltag jedoch nicht als direktes Zahlungsmittel.
Geldwechsel & Warnung vor Falschgeld:
- Wechselmöglichkeiten: Der Geldwechsel sollte primär in offiziellen Wechselstuben (Casas de Cambio) oder bei Banken erfolgen. Von fliegenden Straßenwechslern (Cambistas) wird aus Sicherheitsgründen abgeraten.
- Falschgeldkontrolle: In Peru ist Falschgeld im Umlauf. Prüfen Sie erhaltenes Wechselgeld stets auf die Sicherheitsmerkmale (Wasserzeichen, Farbwechsel-Tinte, Reliefdruck). Es ist in Peru völlig normal und akzeptiert, Geldscheine vor den Augen des Verkäufers genauer zu kontrollieren oder beschädigte Scheine abzulehnen.
Die Akzeptanz von bargeldloser Kartenzahlung hat in Peru in den letzten Jahren stark zugenommen. Dennoch unterscheidet sich die Nutzungsmöglichkeit drastisch zwischen städtischen Zentren und ländlichen Regionen.
Akzeptanz & Kartenarten:
- Akzeptierte Karten: **Visa** ist das mit Abstand am weitesten verbreitete Kartensystem in Peru, dicht gefolgt von **Mastercard**. Karten von *American Express* und *Diners Club* werden vor allem in gehobenen internationalen Hotelketten und Luxusrestaurants akzeptiert, ansonsten jedoch seltener angenommen.
- Einsatzbereiche: In Hotels, gehobener Gastronomie, Supermärkten, Mietwagenstationen, Museen und größeren Einzelhandelsgeschäften in Lima, Cusco, Arequipa und Trujillo ist die Kartenzahlung problemlos möglich. Auch kontaktloses Bezahlen (NFC, Apple Pay, Google Pay) verbreitet sich in den Ballungsräumen rasch.
- Bargeldpflicht für Kleinbeträge & ländliche Regionen: Auf lokalen Märkten, in kleinen Familienrestaurants (Chifas / Picanterías), bei Taxifahrten, in kleinen Lebensmittelgeschäften (Bodegas), in Dschungel-Lodges sowie für Beträge unter ca. 20 Soles ist Bargeld weiterhin unverzichtbar.
Praxishinweis: In manchen kleineren Geschäften oder Restaurants wird bei Kartenzahlung ein Aufschlag von 3 bis 8 % verlangt oder eine Mindestzahlungssumme vorausgesetzt. Es empfiehlt sich daher, sich vor der Bestellung bzw. dem Kauf zu erkundigen.
Die Versorgung mit Bargeld an Geldautomaten (Cajeros Automáticos) ist in allen großen Städten wie Lima, Cusco, Arequipa und Trujillo sowie in den touristischen Hauptzentren problemlos möglich. Hauptbetreiber von Geldautomatennetzen sind etablierte peruanische Banken wie BCP (Banco de Crédito del Perú), BBVA, Interbank und Scotiabank.
Nutzung von Bank- & Kreditkarten am Automaten:
- Kreditkarten (Visa & Mastercard): International gültige Kreditkarten (inkl. PIN) sind das zuverlässigste Zahlungsmittel für Bargeldabhebungen in Peru und werden an nahezu allen Geldautomaten akzeptiert. Karten von American Express und Diners Club werden seltener unterstützt.
- Debitkarten (Visa Debit & Debit Mastercard): Die von Banken herausgegebenen Debitkarten (z. B. Visa Debit oder Debit Mastercard) funktionieren an allen Geldautomaten mit dem entsprechenden Logo sehr zuverlässig.
- Ehemalige Girocard / Maestro / V-Pay: Bankkundenkarten mit Maestro- oder V-Pay-Symbol werden an peruanischen Geldautomaten nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht akzeptiert. Reisende sollten sich nicht allein auf eine klassische Girocard verlassen, sondern stets mindestens eine physische Kredit- oder internationale Debitkarte mitführen.
Gebühren, Währungsauswahl & Sicherheitshinweise:
- Fremdgebühren der Automatenbetreiber: Fast alle peruanischen Banken erheben bei Abhebungen mit ausländischen Karten eine eigene Automatengebühr (in der Regel ca. **15 bis 25 Soles** pro Transaktion). Diese Fremdgebühr fällt zusätzlich zu etwaigen Gebühren der Heimatbank an. Größere Einzelabhebungen reduzieren den verhältnismäßigen Kostenanteil.
- Option für US-Dollar: Zahlreiche Geldautomaten in Peru bieten vor der Auszahlung die Wahl zwischen peruanischen **Soles (PEN)** und **US-Dollar (USD)** an.
- Wichtige Falle vermeiden (DCC – Dynamic Currency Conversion): Wählen Sie am Automaten-Bildschirm bei der Abrechnungsfrage **immer die Abrechnung in der Lokalwährung (Soles)** und lehnen Sie die direkte Umrechnung in Euro ab, da der vom Automaten angebotene Wechselkurs drastisch schlechter ist.
- Geldversorgung im ländlichen Raum: In kleineren Ortschaften, Bergdörfern oder im Dschungel gibt es oft keine Geldautomaten, oder diese sind temporär außer Betrieb/leer. Führen Sie für Ausflüge außerhalb der Hauptstädte stets ausreichend Bargeld in Soles mit.
- Sicherheit beim Geldabheben: Nutzen Sie vorzugsweise Geldautomaten, die sich **innerhalb von Bankfilialen**, Einkaufszentren oder Hotels befinden (idealerweise während der Öffnungszeiten). Vermeiden Sie freistehende oder schlecht beleuchtete Automaten auf der Straße sowie Abhebungen bei Dunkelheit.
Tipp vor der Reise: Informieren Sie Ihre Bank vor der Abreise über Ihren Peru-Aufenthalt, um vorsorgliche Kartensperrungen wegen Sicherheitsüberprüfungen (Fraud Protection) bei Auslandszahlungen zu vermeiden.
Mo-Fr 09.00-17.00/18.00 Uhr, z. T. auch Sa 09.00-13.00 Uhr. Im Sommer können die Öffnungszeiten etwas abweichen.
Keine Beschränkungen. Deklarationspflicht bei Ein- und Ausfuhr von Beträgen im Gegenwert von über 10.000 US$.
Für den Bargeldumtausch vor Ort sind US-Dollar und Euro die mit Abstand am einfachsten einzutauschenden Fremdwährungen. Britische Pfund (GBP) und andere Währungen werden nur an wenigen Stellen in Lima akzeptiert; außerhalb der Hauptstadt ist deren Umtausch nahezu unmöglich.
Offizielle Wechselstellen & Konditionen:
- Wechselstuben (Casas de Cambio): Bieten in der Regel die besten Wechselkurse und eine zügige Abwicklung bei transparenten Kursen. Sie sind in allen größeren Städten und touristischen Zentren zu finden und oft als offizielle Stellen registriert.
- Banken: Wechseln ebenfalls Fremdwährungen (u. a. Banco de la Nación, BCP), verlangen jedoch häufig längere Wartezeiten und verlangen stellenweise höhere Bearbeitungsgebühren.
- Flughäfen: An den internationalen Flughäfen (z. B. Lima) stehen Wechselstuben rund um die Uhr zur Verfügung, allerdings meist zu deutlich schlechteren Wechselkursen als in den Innenstädten.
- Straßenwechsler (Cambistas): Agieren in Städten wie Lima und Cusco offen auf der Straße und bieten teils konkurrenzfähige Kurse. Aus Sicherheitsgründen und wegen des Risikos von Falschgeld wird jedoch dringend zur Nutzung etablierter Casas de Cambio geraten.
Bargeldbedingungen, Stückelung & Geldtransfer:
- Zustand der Geldscheine: Banken, Wechselstuben und Händler lehnen ausländische Banknoten (insbesondere US-Dollar), die eingerissen, stark zerknittert, beschrieben oder bestempelt sind, konsequent ab. Achten Sie darauf, nur makellose Banknoten mitzuführen.
- Stückelung im Alltag: Führen Sie für alltägliche Einkäufe stets kleine Scheine und Münzen in Soles mit. Scheine über 50 Soles sowie US-Dollar-Noten lassen sich abseits gehobener Hotels und Restaurants oft nicht wechseln.
- Internationale Geldtransfers: Für Notfälle stehen in allen größeren Städten Filialen von Geldtransferdiensten (wie Western Union oder MoneyGram) zur Verfügung, über die Bargeld innerhalb kurzer Zeit aus dem Heimatland empfangen werden kann.
Zollfreies Einkaufen in Peru
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Peru eingeführt werden:
20 Packungen Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen über 18 J.);
3 Flaschen alkoholische Getränke (insgesamt nicht mehr als 3 l) (Personen über 18 J.);
Toilettenartikel und Medikamente für den persönlichen Bedarf.
Reisegut und Geschenke dürfen den Gesamtwert von 500 US$ nicht übersteigen.
Pro Reisenden bis zu eins der folgenden Elektrogeräte: Rasierer, Taschenrechner, Radio, Videokamera, Tablet etc.
Pro Reisenden bis zu zwei der folgenden Elektrogeräte: Mobiltelefon, Fotoapparat etc.
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Bei der Einreise nach Peru gelten strenge zollrechtliche Bestimmungen für mitgeführte Waren und Gegenstände des persönlichen Bedarfs.
Einfuhrverbote (Verbotene Gegenstände):
- Betäubungsmittel & Drogen: Die Einfuhr von Betäubungsmitteln, Drogen sowie deren chemischen Vorprodukten und Derivaten ist strengstens verboten und wird strafrechtlich extrem hart verfolgt.
- Plagiate & Raubkopien: Die Einfuhr von gefälschten Markenwaren, Plagiaten sowie raubkopierten Medienprodukten ist untersagt.
- Gefährliche Stoffe & Waffen: Explosivstoffe, Chemikalien sowie ungenehmigte Waffen und Munition unterliegen strikten Verboten bzw. sondergenehmigungspflichtigen Einfuhrauflagen.
- Kulturgüter & geschützte Arten: Die Einfuhr (und Ausfuhr) geschützter wildlebender Tier- und Pflanzenarten (CITES) sowie historischer Kulturgüter ohne behördliche Sondergenehmigung ist verboten.
Zollinformationen & Behördenkontakt:
Die genauen Freimengen für eingenommenes Reiselagut (z. B. Bargeld ab 10.000 US-Dollar Deklarationspflicht, Elektronikgeräte, Tabak und Alkohol) sowie aktuelle Bestimmungen können direkt bei der peruanischen Steuer- und Zollbehörde oder den zuständigen Auslandsvertretungen eingesehen werden:
Superintendencia Nacional de Aduanas y de Administración Tributaria (SUNAT)
Internet: https://www.sunat.gob.pe/
Bei der Ausreise aus Peru gelten streng kontrollierte gesetzliche Ausfuhrverbote für nationale Kultur- und Naturreise-Güter. Verstöße werden von den Zoll- und Polizeibehörden hart geahndet und stellenweise strafrechtlich verfolgt.
Strikte Ausfuhrverbote (Verbotene Exportgüter):
- Kulturgüter & Archäologische Artefakte: Die Ausfuhr von präkolumbianischen Artefakten, Funsstücken, Keramiken, Textilien, Fossilien sowie religiösen und kolonialzeitlichen Kunstgegenständen ist nach der peruanischen Gesetzgebung (Patrimonio Cultural de la Nación) ohne eine explizite Genehmigung des peruanischen Kulturministeriums (Ministerio de Cultura) **strikte untersagt**. An Ausreiseorten (z. B. Flughafen Lima-Callao) finden strenge Kontrollen durch Spezialkräfte statt.
- Geschützte Flora & Fauna (CITES): Die Ausfuhr von frei lebenden Tieren, Pflanzen sowie daraus hergestellten Produkten (z. B. Federn, Tierhäute, Schmetterlinge, Holzarten, Muscheln, Korallen oder Kakteen) ist ohne offizielle Ausfuhrgenehmigungen der peruanischen Forst- und Wildtierbehörde (SERFOR / PRODUCE) bzw. entsprechende CITES-Zertifikate verboten.
- Betäubungsmittel & Drogen: Die Ausfuhr von Drogen und Rauschmitteln jeglicher Art ist ausnahmslos verboten. Wichtiger Hinweis zu Kokablättern: Während der Konsum von Kokatee (Mate de Coca) oder das Kauen von Kokablättern in Peru legal ist, ist die Mitnahme und Ausfuhr von unverarbeiteten Kokablättern sowie Kokaprodukten nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz und viele weitere Staaten strafbar (Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz).
Behördeninformationen vor der Abreise:
Detaillierte und aktuelle Ausfuhrbestimmungen können direkt bei der peruanischen Steuer- und Zollbehörde sowie den konsularischen Vertretungen erfragt werden:
Superintendencia Nacional de Aduanas y de Administración Tributaria (SUNAT)
Internet: https://www.sunat.gob.pe/
Weitere Informationen sind vom peruanischen Zoll erhältlich.
