Making raffia rope in Congo
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© Creative Commons / Nick Hobgood

Kongo (Demokratische Republik) Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung: 

Demokratische Republik Kongo

Gebiet: 

2.345.410 qkm.

Bevölkerung: 

89.561.403 (UNO Schätzung 2020).

Bevölkerungsdichte: 

34 pro qkm.

Hauptstadt: 

Kinshasa.

Regierung: 

Staatsform: Republik. Semipräsidentielles Regierungssystem seit 2006 laut Verfassung. Die Demokratische Republik Kongo hat ein autoritäres Regime. Präsidialrepublik von 1978 bis 2006. Neue Verfassung von 2006. Senat und Nationalversammlung mit insgesamt 608 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre. Nach seiner Machtübernahme 1997 ordnete der ehemalige Präsident Laurent-Désiré Kabila die Rückbenennung Zaïres in Demokratische Republik Kongo an. Unabhängig seit 1960 (ehemalige belgische Kolonie).

Staatsoberhaupt: 

Félix Tshisekedi, seit Januar 2019. 

Regierungschef: 

Judith Suminwa Tuluka, seit Juni 2024.

Elektrizität: 

220 V, 50 Hz in den größeren Städten vorhanden. Im Landesinneren werden häufig Stromaggregate eingesetzt.

Die Demokratische Republik Kongo verfügt über zahlreiche schöne Landschaften, Seen, Wälder, Wasserfälle und eine bemerkenswerte Tierwelt. Es ist jedoch ein riesiges Land ohne nennenswerte Infrastruktur und Transportmöglichkeiten und mit einer konfliktreichen, komplizierten Vergangenheit.
Der Bürgerkrieg von 1998-2003 kostete etwa drei Millionen Menschen das Leben, und nicht nur durch die Kampfhandlungen selbst, sondern auch durch Hungersnöte und Krankheiten.

Vor Reisen in die demokratische Republik Kongo sollte man sich über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise informieren.

Reisewarnung

Aktuelles

Von nicht notwendigen oder allen Reisen in weite Teile der Demokratischen Republik Kongo wird dringend abgeraten; für bestimmte Provinzen besteht eine Reisewarnung.

  • Im Osten des Landes (insbesondere in den Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu, Ituri und Teilen von Tanganyika) kommt es anhaltend zu bewaffneten Konflikten, schweren Menschenrechtsverletzungen und terroristischen Anschlägen durch bewaffnete Gruppen.
  • Auch in Teilen der Provinzen Tshopo, Maï-Ndombe und Kwilu sowie im Großraum Kinshasa kann es jederzeit zu gewaltsamen Demonstrationen, Straßenblockaden und Kriminalität kommen.
  • Die Sicherheitslage ist äußerst volatil und kann sich kurzfristig und ohne Vorwarnung verschlechtern. Dies betrifft auch den internationalen und regionalen Flugverkehr.

Sicherheit – Teilreisewarnungen & Reisewarnungen

  • Reisewarnung: Es wird ausdrücklich vor Reisen in die Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu, Ituri und Maniema gewarnt.
  • Teilreisewarnung: Von allen nicht notwendigen Reisen in die Provinzen im Osten und Nordosten sowie in betroffene Krisenregionen im Westen (u. a. Kwilu, Maï-Ndombe) wird dringend abgeraten.
  • Grenzgebiete: Von Aufenthalten in unmittelbaren Grenzgebieten zu den Nachbarstaaten (insbesondere Ruanda, Uganda und Burundi) ist dringend abzuraten.

Landesweite Lage & Innenpolitik

  • Kinshasa: In der Hauptstadt Kinshasa ist die Lage phasenweise ruhig, jedoch von politischer Anspannung geprägt. Demonstrationen und Kundgebungen können schnell in Ausschreitungen umschlagen. Nachts sollten Fahrten im Stadtgebiet und Überlandfahrten gänzlich vermieden werden.
  • Reisebeschränkungen & Infrastruktur: Inlandsreisen außerhalb der Hauptstadt sind oft nur mit Sondergenehmigungen oder per Flugzeug möglich. Der Zustand der Verkehrswege ist vielerorts katastrophal.
  • Demonstrationen: Menschenansammlungen, politische Kundgebungen und Streiks müssen strikt gemieden werden. Das Fotografieren von militärischen Anlagen, Brücken, Flughäfen und Regierungsgebäuden ist strengstens verboten und führt zu Festnahmen.

Kriminalität

  • Die Kriminalitätsrate im gesamten Land ist sehr hoch. Bewaffnete Raubüberfälle, Einbrüche, Carjackings und Taschendiebstahl (auch in Hotels und Restaurants) kommen häufig vor.
  • Ausländer sind besonders gefährdet, Opfer von Gewaltkriminalität oder Erpressungen zu werden.

Natur und Klima

  • Vulkanismus & Seismik: Im Osten des Landes (Region Goma/Kivu-See) befinden sich aktive Vulkane (u. a. Nyiragongo und Nyamuragira). Es besteht jederzeit das Risiko von Vulkanausbrüchen und Erdbeben.
  • Regenzeit: In den Regenzeiten kommt es regelmäßig zu schweren Überschwemmungen, Erdrutschen und dem Kollaps der oft ohnehin maroden Infrastruktur.

Gesundheit & Medizinische Hinweise

  • Medizinische Versorgung: Die medizinische Versorgung ist im gesamten Land katastrophal und entspricht vielerorts nicht dem europäischen Standard. Für ernsthafte Erkrankungen oder Verletzungen ist eine medizinische Evakuierung (z. B. nach Südafrika oder Europa) zwingend erforderlich; eine entsprechende Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport-Abdeckung ist unerlässlich.
  • Infektionskrankheiten: Es besteht ein permanentes, hohes Risiko für Malaria, Cholera, Gelbfieber, Affenpocken (Mpox) sowie lokal begrenzte Ausbrüche von Ebola und anderen viralen hämorrhagischen Fiebern. Ein vollständiger Impfschutz sowie konsequenter Insektenschutz und strikte Hygiene sind zwingend erforderlich.

Stand der Informationen: Oktober 2026 (Aktualisiert nach Angaben des Auswärtigen Amtes).