Gesundheit und Impfungen in Sierra Leone
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen |
|---|---|
| Gelbfieber |
2 |
| Dengue-Fieber |
1 |
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y |
5 |
| Malaria |
4 |
| Hepatitis A und B |
3 |
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Es besteht ein ausgeprägter Mangel an Fachärzten. Die ärztliche Versorgung in Freetown ist gegenwärtig sehr begrenzt. Die Ärzte sprechen in der Regel Englisch. In Freetown gibt es einige deutschsprachige Allgemeinmediziner und Fachärzte. Kirchliche Missionen und internationale Hilfsorganisationen unterhalten einige medizinische Einrichtungen und Sozialdienste.
Eine Reiseapotheke sollte mitgenommen werden.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken sind unbedenklich.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
In Sierra Leone ist die Lassa-Fieber-Infektion endemisch und es kommt immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Die Schlafkrankheit kommt landesweit vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion.
Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.
Impfbestimmungen & Gelbfieberpflicht: Für die Einreise nach Sierra Leone ist ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung (gelber Impfpass/Internationales Impfzertifikat) für alle Reisenden verpflichtend vorgeschrieben. Das Dokument wird bei der Ankunft am Flughafen sowie bei der Visumbeantragung kontrolliert. Der Impfschutz muss mindestens 10 Tage vor der Einreise verabreicht worden sein. Ausgenommen von der Nachweispflicht sind lediglich Transitpassagiere, die den Flughafenbereich nicht verlassen.
Empfohlene Impfungen & Vorsorgemaßnahmen: Neben den Standardimpfungen (unter anderem Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio und Masern) wird allen Reisenden ein Impfschutz gegen Hepatitis A und Typhus empfohlen. Bei längeren Aufenthalten oder intensiverem Kontakt zur lokalen Bevölkerung sind zudem Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken ratsam. Da in Sierra Leone ein ganzjährig hohes Risiko für Malaria besteht, ist die Mitnahme bzw. Einnahme einer passenden Malaria-Prophylaxe (Standby-Medikation oder Prophylaxe nach reisemedizinischer Beratung) sowie konsequenter Mückenschutz essenziell.
Gesundheitserklärung & Einreiseformalitäten: Reisende nach Sierra Leone müssen vor der Einreise zusätzlich eine digitale Gesundheitserklärung über das offizielle Reiseportal des Landes ausfüllen. Sämtliche Nachweise über Impfungen und Registrierungen sollten ausgedruckt sowie digital im Handgepäck mitgeführt werden.
