Die Geschichte von Melbourne

Melbourne liegt zu beiden Seiten des Yarra-Flusses in einem Gebiet, das tausende von Jahren Heimat der Ureinwohner Australiens war. Die Flusslage zog britische Siedler an, die 1835 das Port Phillip Settlement der Kolonie New South Wales gründeten.

Im Jahr 1851 entstand in New South Wales eine separate Kolonie, die man nach der Queen "Victoria" nannte. Melbourne bekam den Namen des britischen Premierministers, Lord Melbourne

Im selben Jahr entdeckte man in der Nähe von Ballarat und Bendigo, westlich von Melbourne, Gold. Der daraus resultierende Goldrausch verwandelte die Stadt in ein mächtiges Finanzzentrum und sie wurde die erste Hauptstadt, bis Canberra 1927 gegründet wurde.

 

Die Goldrausch-Ära brachte Tausende von chinesischen Migranten nach Melbourne. Die Einwanderungswelle nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verwandelte Melbourne mit etwa 1 Million Menschen aus Ländern wie Italien, Griechenland und Großbritannien in einen "Schmelztiegel" vieler Kulturen. Heute wohnen hier mehr als drei Millionen Menschen aus rund 140 Ländern. Am stärksten vertreten sind die Australier italienischer, griechischer und chinesischer Abstammung, die sogar ihre eigenen Viertel bewohnen.

Melbourne gilt als die drittgrößte Griechisch sprechende Gemeinde der Welt (nach den griechischen Städten Athen und Thessaloniki), und der vietnamesische Familienname "Nguyen" ist im Telefonbuch von Melbourne der zweithäufigste nach "Smith"!